Bebauungsplan Gusterath Ringstraße

Aussicht gefährdet!

Vor einigen Tagen erreichte mich die Zuschrift eines Mitglieds des Heimatvereins,
die mich auf den Bebauungsplan der Gemeinde aufmerksam machte.
In dem Schreiben wird der Heimatverein um eine Stellungnahme dazu gebeten.
Ich möchte das Thema auf Wunsch der Mehrheit des Vorstands des Heimatvereins nicht als offizielle Stellungnahme, sondern hier als Blogbeitrag mit persönlicher Note zur Diskussion stellen.

 

Worum gehts ?

Ausblick der Kastanie vor

und nach der geplanten Ortserweiterung

Hier in einer Simulation, die die Situation nach Abschluss des geplanten Bauvorhabens virtuell skizziert.

Eine virtuelle Tour finden Sie Öffnet externen Link in neuem Fensterhier in der Google Earth Ansicht

(Erläuterungen weiter unten)

 

 

Das Anliegen

 

 

Das Gehen oberhalb ab Ringstrasse hinauf zur Sitzbank mit Kastanie und vorbei lohnt zu jeder Jahreszeit.
Wegen der schweren Wegebefestigung insbesondere auch bei Nässe und Schnee.
Unser Gusterather Blick wird erfüllt durch die von der Mittags- und Nachmittagssonne beleuchteteten Lagen
von Holzerath, Schöndorf, Pluwig, Pellingen.


Planmäßig soll er dort wegfallen.
Laut vom Gemeinderat abgesegneter Stellungnahme: "Es genügt jedoch, sich weiter vom Baugebiet zu entfernen."
Bei der ersten Offenlage im Mai 2012 wurde eine Eingabe (s.u.) über die Verbandsgemeindeverwaltung(VGV) an die Ortsgemeinde gerichtet.
Zur Gemeinderatssitzung am 19.06.2012 sollten Änderungen aufgrund von Stellungnahmen und Anregungen in Planänderungen und Beschlußvorlagen vorgestellt werden.
in dessen Verlauf hat der Gemeinderat ohne Gegenstimmen die vom Planer abgesenkten Bauhöhen der obersten Bauzeile per Einzelbeschluß (einer von vielen zum Plan) wieder hochgesetzt!

Begründung:
"Wenn man so denkt, dann hätte sich ja Gusterath nicht wie in der Vergangenheit entwickeln können."
Ansonsten gibt es die Antwort: "Wenn Bauland kommt, fällt immer Natur weg, das ist nun mal so!"
"Gusterath darf von den anderen Orten nicht abgehangen werden."


Aber:
Der dortige ortsnahe, dieser einzigartige Blick zur Ruwertalweite, ein so nur Gusterath eigenes Gemeingut, wird durch den Plan Historie sein.

Die Aussicht in die Ruwertalweite wird sofort durch die Dächer der obersten Häuser und zeitversetzt künftig durch Holzaufwuchs versperrt.
Der Plan geht m.E. zu hoch und das Kind wird mit dem Bade ausgekippt.

Natürlich liegt alles im Auge des Betrachters.
Mir fällt der Bodensee ein, wo man irgendwann erkannt hat, dass die Uferlagen nicht mehr verkauft, sondern öffentlich bleiben sollten.
Ja klar, Gusterath ist nicht der Bodensee.

Da derzeit die einmonatige Offenlagefrist läuft, diejenige vor Satzungsbeschluß und Rechtskraft, frage ich Sie mit Interesse:

Wie nimmt der HVV Stellung?  

Kommentare

(Zitate aus den Reihen des Heimatvereins)

 

Es geht um den Wert der betreffenden Grundstücke und ein Blick in die nahe Umgebung zeigt, dass visuelle Gesichtspunkte hier keinerlei  Rolle spielen. Dies lässt sich nur mittelfristig ändern und hier halte ich die Kommunikationsmöglichkeiten und Öffentlichmachung von Meinungen über eine Website für sehr wichtig.


Die Politik macht das, was im Rahmen der Möglichkeiten und ihrer Vorstellungskraft liegt.

Andere Visionen in der Politik würden auch andere Ergebnisse bringen. Wir sind aber ein Verein und keine Partei.

Wir können als Vorstand des HVV, meiner Meinung nach, keine Stellungnahme abgeben, da wir ja nicht für alle Mitglieder sprechen können.

Aber wir können, die Plattform für eine Diskussion geben, die allerdings unter Zeitdruck geführt werden muss.



ich schließe mich der Meinung in jeder 'Hinsicht' an.
Ich denke wir sollten dazu auch eine Stellungnahme veröffentlichen.
Bedenklich - Zitat: Der Gemeinderat hat ohne Gegenstimmen...
Ich weiss - es gibt einen nicht unerheblichen Anteil der Bürger Gusteraths, die da anders denken!



ich finde, wir sollten uns als Verein aus politischen Dingen weitgehend heraushalten.
Natürlich hat diese Sache auch etwas mit Heimat und Heimatgefühl zu tun und wir sollten das mal diskutieren, ob wir eine Stellungnahme zum Bebauungsplan verfassen.
Aber diese sollte meiner Meinung nachg rein sachbezogen und vorsichtig formuliert sein.

 

 

Zusammenfassung


  • Die Bebauung Gusteraths soll nach Norden hin expandieren.
  • Ein neuer Ortsteil im Bereich der Höhenlage.
  • Das Landschaftsbild leidet.
  • Die Maßnahme soll mit einmonatiger Offenlagefrist vor Satzungsbeschluß sehr kurzfristig 'durchgezogen' werden.
  • Es gibt Bedenken, die aber auf Grund der Fristen kaum eine Chance zur Reflektion zulassen.

Interpretation


In diesem letztgenannten Aspekt liegt dann wohl auch die 'Crux' des Vorgehens,
die sich mir folgendermaßen offenbart:

  • um beschlußfähig zu bleiben, werden Bedenken durch kurze Fristsetzungen ausgeschaltet.
  • was vor 40 Jahren galt - gilt auch heute noch.
  • ästhetische Aspekte spielen in diesem Zusammenhang keine Rolle.

 

 

Fakten


Welche Maßnahmen und unmittelbaren Folgen sind zu erwarten?
Um chronologisch vorzugehen Öffnet externen Link in neuem Fensterhier erstmal der Hinweis zur 'Offenlage'
Aus der Sitzung des Gemeinderates Gusterath vom 19.06.2012
Baugebiet „Ringstraße 1“



der Bebauungsplan sieht konkret so aus:

 



Simulation

 

Öffnet externen Link in neuem FensterHier die Vollbildversion der Google Earth Ansicht

 

Innerhalb einer virtuellen Tour wird die Aussichtseinschränkung in Form einer halbtransparenten Wand sichtbar.

Die Höhe der Wand entspricht exakt der geplanten hangobersten Firsthöhe (mit roter Linie als Abgrenzung nach oben).

Die Tour lässt sich jederzeit unterbrechen und die Ansicht wie in Google Earth manuell beeinflussen.

Maus links+ziehen - bewegen

Mausrad+drehen - zoom

Mausrad drücken+ziehen - kippen

Sie können aber auch

die Steuerelemente im unteren Bereich verwenden, um zu jeder Position der Tour zu navigieren.

 

 

 

Anmerkung

 

was uns während der Bebauungszeit erwartet

lässt sich z.Zt. ganz einfach am Fallbeispiel der Nachbargemeinde Pluwig beobachten...

... ist aber auch selbst über 1- 2 km Entfernung kaum zu überhören.

Fortsetzung folgt in Gusterath ?

 

 

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