Pau Wau stinkts

 

 

wenn ich momentan über Wald und Flur renne und Gülle Odeur die Nase umweht...

kacke

 

...schweifen die Gedanken ab, hin zu dem Schlechten in der Welt


Aber halt !

  • ich sollte mich vielleicht erst mal kurz vorstellen

ich bin Pau Wau - eine Bracke - also eigentlich ein durch&durch Jagdhund - allerdings ohne Jagdhundausbildung,
woraus meine Freundschaft zu den Wildtieren der Umgebung resultiert, aber dazu später mehr.
Ich bin permanent damit beschäftigt auf mein ZweibeinEr aufzupassen, wenn der mal wieder mit einem neuen Brocken in Form von Stein, Holzblock oder gar Ball um sich wirft.
Den muß ich dann unbedingt einsammeln - bevor eventuell größerer Schaden entsteht - wau das ist nun mal mein Job und den mache ich ausgesprochen gerne, vor allem im Wald.


Weiter - worüber es zu knurren gilt !


Dazu ein paar Kostproben aus den amtlichen Nachrichten mit denen wir in letzter Zeit regelrecht überflutet werden

texte aus dem amtsblatt

Adressaten sind ja in allen Fällen die Hundehalter, also zb mein ZweibeinEr oder ZweibeinSie

- aber irgendwie gehts schließlich um den Hund und somit bin ich angesprochen.

Dabei stellen sich mir eine Reihe von Fragen:

  • Was soll eigentlich mit der Textüberflutung erreicht werden?

Die Tierheime sind bereits gnadenlos überfüllt, da Hundehalter auf Grund der permanenten Anfeindungen immer häufiger aufgeben.

  • Ist dieses Klima der Anfeindung zweckdienlich?

Also weniger Hundekot, weniger belästigte ZweibeinSen etc

 

  • Welche Konsequenzen würden sich aus der bedingungslosen Befolgung behördlicher Anweisungen ergeben?

  • Wie sieht es eigentlich mit konkreten Schadenfällen aus?

Ist hier eine Verhältnismäßigkeit für die Anzahl dieser Artikel gegeben

  • Und vor allem - wer kümmert sich eigentlich um Anschuldigungen, wie sie aus meiner Schnauze kommen könnten?

Na klar - Kleinvieh macht Mist

  • und was ist mit Großvieh?

das sind in der Regel Zweibeinsens Interessengemeinschaften, die scheinbar grenzenlos über Kackeverteilung entscheiden dürfen.


Zu diesen Fragen möchte ich Euch mal ein paar Beispielszenarien aus meiner Sicht der Dinge also dem wahren Leben präsentieren:


 

  • Im Märzen der Bauer die Gülle ausfährt...
    Nix gegen den Bauern - im Zeitalter von Massentierhaltung steht der dann leider irgendwann vor dessen unliebsamen Randerscheinungen und weiss einfach auch nicht mehr wohin mit der ganzen Sch...

        Ursache ist der enorme Fleischbedarf - möglichst bequem und günstig und vor allem im Überfluss!

        hier mal ein Link zur Problematik dessen, was mir z.Zt so heftig um die Nase geht:
    Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.zeit.de/2012/20/Trinkwasser-Nitratbelastung

    Warum liest man davon im Amtsblatt nichts - dafür aber mindestens 3 mal die Woche über Hundekotverbrechen?


 

  • Mehr oder weniger über das gesamte Jahr verteilt ist in irgendeinem meiner besuchten Wälder die Hölle los!
        Motorsägen knattern, Stahlungetüme machen ruckzuck die Bäume nieder, die Waldbewohner
        - wenn sie noch die Möglichkeit haben
        - versuchen sich auf die andere Straßenseite zu retten und
        - werden tausendfach plattgefahren.

        Für einige Tierarten ist der Straßenverkehr Todesursache Nummer Eins !

        Öffnet externen Link in neuem Fensternäheres dazu hier: de.wikipedia.org/wiki/Wildunfall
        Achso, die alternative Begründung im Amtsblatt:
        - meine Spezies verursacht nachhaltige Verunsicherung ...


 

  • erwähnenswert in dem Zusammenhang

    allgemeine Verkehrs- und Kriminalstatistiken von Zweibeinern über Zweibeiner und im Bereich des Polizeipräsidiums Trier für 2013

        Verkehrsunfälle mit Toten        35
        Verkehrsunfälle mit Verletzten    2855
        Straftaten gegen das Leben        10
        Rohheitsdelikte                    5269

    (Quellen: Verkehrsunfallstatistik 2013 des Polizeipräsidiums Trier,
    Kriminalstatistik 2013 des Polizeipräsidiums Trier)

    aber wehe einem meiner Artgenossen geht das zu weit und rüpelt in ähnlicher Manier
    - die Schlagzeilen deklarieren landesweit die Bestie.

    Die Hunde-Beißstatistik 2013 wohlgemerkt für ganz Rheinland Pfalz

        Mensch verletzt    265
        Mensch getötet    0
        Hund verletzt    282
        Hund getötet    53

    (Quelle: www.add.rlp.de/Kommunale-und-hoheitliche-Aufgaben,-Soziales/Ordnungswesen,-Hoheitsangelegenheiten/Ordnungsrecht/Gefaehrliche-Hunde/)   

        - wem gebührt denn da Leinenzwang und Maulkorbpflicht...

 

 


Jetzt mal ein Fall einer besonders ausgeklügelten Formulierung

(Quelle: http://www.ruwer.de/amtsblatt/archiv/2013/715_47_Ruwer.pdf
Hier wortwörtlich zitiert um mal drüber nachzudenken!)

"Hinweis an Hundehalter

In der letzten Zeit häufen sich die Fälle, dass öffentliche Straßen

und Anlagen innerhalb und außerhalb der bebauten Ortslage von

Hunden durch Hundekot verunreinigt werden.Insbesondere ist dies festzustellen im Bereich der Anlage der „alten Kirche“ sowie auf dem Spurplattenweg im Bereich vor der Weinbergsmauer mit Muttergottes und im „Schulpfädchen“.

Zu den Pflichten eines Hundehalters gehört es nicht nur, seinen Hund so zu halten, dass sich niemand belästigt oder gar bedroht fühlt sondern auch, dass er dort mit ihm „Gassi“ geht, wo dies zulässig ist. Dieses ist beispielsweise auf keinen Fall zulässig auf dem Gehweg, auf Kinderspielplätzen, in den gemeindlichen Anlagen und öffentlichen Wegen innerhalb und außerhalb der Ortslage oder gar in Nachbars Garten. Anzumerken sei noch, dass zur Beseitigung eingetretener Verunreinigungen Halter und Führer nebeneinander in gleicher Weise unverzüglich verpflichtet sind. Kommt er seiner Entsorgungs- und Entfernungsverpflichtung vorsätzlich oder fahrlässig nicht nach, handelt er ordnungswidrig. Diese Ordnungswidrigkeit kann mit einerempfindlichen Geldbuße geahndet werden." usw


Halten wir fest was nach Ausschlußverfahren zum Gassi gehen übrigbleibt:

 - kein Gehweg

 - keine gemeindliche Anlage

 - keine öffentlichen Wege innerhalb und außerhalb der Ortslage

 - kein Nachbars Garten

 - kein Spielplatz

 

Aus der Befolgung würde dann resultieren, daß ich für immer innnerhalb meiner Hütte zubringen müßte,
oder mit dem Auto spazieren fahre
- alles andere ist verboten!

Grrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrh !!!

wer denkt sich solche "Gesetzestexte" aus

- und wie soll Hund das aushalten ?


- also abhauen ?
- darauf hätte die Hundesecurity wohl nur gewartet:

"freilaufender Hund knurrt oder springt eventuell Passanten an"
- das bedingungslose Aus für meinen ZweibeinEr
und ich? - würde im Tierheim landen.


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